Gepimpte Rolltreppen: München will Keime mit UV-Licht bekämpfen

Die Stadtwerke München und die Münchner Verkehrsgesellschaft haben damit begonnen, erste Rolltreppen mit UV-Licht auszustatten. Das Licht soll den Handlauf innerhalb weniger Sekunden desinfizieren.


Bild: Pexels

Im Rahmen eines mehrjährigen Testlaufs wurden insgesamt sechs Rolltreppen im U-Bahnhof Marienplatz mit UV-Licht ausgestattet. Dabei soll nicht getestet werden, ob das Licht erfolgreich Keime bekämpfen kann – das wurde bereits im Labor bestätigt. Stattdessen möchte man beobachten, ob sich die Menschen vermehrt am Handlauf festhalten, wenn sie wissen, dass er rund um die Uhr desinfiziert wird.

Rolltreppen mit UV-Licht werden nicht nur in München verwendet. Sie kommen unter anderem auch in der Hamburger Europa-Passage und am Flughafen Zürich zum Einsatz.

Die Beleuchtung wurde, für die Personen unsichtbar, im Rücklauf der Rolltreppe angebracht. Dort wird der Handlauf durchgehend bestrahlt, wodurch 99 Prozent der Keime beseitigt werden sollen. Die Technik stammt von einem Kölner Start-Up-Unternehmen. Die Idee kam den beiden Gründerinnen zu Zeiten der Schweinegrippe. Aufgrund der anhaltenden Coronakrise ist die Technik momentan wieder im Fokus.

Kein Schutz vor Corona

Dabei lässt sich das Coronavirus nur bedingt mit UV-Bestrahlung bekämpfen. Immerhin wird das Virus hauptsächlich über Tröpfchen oder kleine Partikel in der Luft übertragen. Eine Infektion über Oberflächen spielt dem bayrischen Landesamt für Gesundheit zufolge eher eine untergeordnete Rolle. Deshalb stelle die angebrachte UV-Strahlung keinen zielführenden Schutz vor Corona dar.

Quelle: heise online

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