Geht das schon zu weit? Diese smarte Toilette analysiert deinen Stuhlgang

Die Digitalisierung macht auch vor der Toilette nicht halt. Forscher der Stanford University haben eine intelligente Toilette entwickelt, die deinen Stuhlgang auf mögliche Krankheiten hin analysiert.


Photo by Kolar.io on Unsplash

Smarte Toiletten gibt es schon länger. Doch das „smarte“ bezog sich bislang immer auf automatisch öffnende Klodeckel, leuchtende Kloschüsseln oder integrierte Lautsprecher mit Sprachsteuerung. Doch die intelligente Toilette der Stanford University stellt das alles in den Schatten.

Krankheiten mit der Toilette erkennen

Für die Studie wurde eine handelsübliche Toilette genutzt, die im Inneren mit verschiedensten Sensoren und Kameras ausgestattet wurde. Diese filmen jeden Toilettengang und analysieren unter anderem das Volumen und die Konsistenz des Stuhlgangs. Außerdem ist die smarte Toilette in der Lage, den Urin hinsichtlich weißer Blutkörperchen und Proteinstruktur zu analysieren, um möglicherweise erste Hinweise auf eine Erkrankung wie Krebs, Diabetes oder Nierenversagen zu finden.

„Die intelligente Toilette ist der perfekte Weg um [Gesundheits-] Daten zu analysieren, die typischerweise ignoriert werden, und die Benutzer müssen dabei nichts anderes machen, als sie ohnehin schon tun“.

Sanjiv Gambhir, Stanford University

Die gesammelten Daten werden alle in einer Cloud gespeichert und sollen im späteren Verlauf den behandelnden Ärzten zur Verfügung stehen. Autorisieren können sich die Benutzer der Toilette entweder per Finger- oder per Anusabdruck – ja, ihr habt richtig gelesen. „Ich weiß es klingt verrückt, aber wie sich herausstellt, ist euer Anus-Abdruck einzigartig“, sagt Gambhir. Der Anusabdruck soll immerhin nicht in der Cloud landen, wie der Forscher betont.


Bild: screenshot / nature

21 Testpersonen haben die smarte Toilette bereits über mehrere Monate hinweg getestet. Nun sind die Forscher auf der Suche nach weiteren Kandidaten, um aus den gesammelten Daten zu lernen. Die Suche gestaltet sich schwerer als Gedacht… aber wen wundert das schon…

Via: cnet

0 0 vote
Article Rating
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments