Atomfall verbindet postapokalyptisches Survival mit Folk Horror und Science-Fiction. Das neue RPG spielt fünf Jahre nach einer Nuklearkatastrophe in Nordengland. Jetzt können wir einen Blick auf die ersten Rezensionen werfen.


Quelle: Rebellion

Die Prämisse: Wir erkunden eine verseuchte Sperrzone rund um einen explodierten Reaktor, während der Kalte Krieg als düsterer Hintergrund mitschwingt. Statt linearer Quests setzt Atomfall auf offene Erkundung, Geheimnisse und knallharte Survival-Elemente. Wer hier überleben will, muss Rätsel lösen, Ressourcen managen und sich auf unheimliche Begegnungen einstellen.

Postapokalyptische Survival-RPGs sind sicherlich keine bahnbrechende Neuheit, mit Atomfall bekommen wir aber mehr als nur einen Fallout-Abklatsch. Das postapokalyptische RPG verbindet Folk Horror mit Science-Fiction und wirft uns in eine Welt voller Mystik, Gefahren und unerklärlicher Phänomene. Die düstere Atmosphäre wird durch eine minimalistische Spielerführung verstärkt – Questmarker? Fehlanzeige. Stattdessen sind unser detektivischer Spürsinn und kreative Lösungswege gefragt.


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Das sagen erste Tests

Dass Atomfall sich mit Survival-Größen wie Fallout messen muss, liegt sicherlich auf der Hand. Kurz vor dem Release am 27. März können wir nun einen genaueren Blick darauf werfen, was das postapokalyptische RPG zu bieten hat – und ob es das Potenzial hat, sich einen festen Platz im Genre zu sichern.

Auf Metacritic bekommt das Spiel derzeit eine Wertung von 76 von 100 möglichen Punkten. Die Meinungen gehen teils sehr auseinander. PlayStation Universe vergibt 90 von 100 Punkten und lobt vor allem das Setting in Großbritannien: „Bemerkenswert ist wohl das treffendste Wort, um Atomfall zu beschreiben. Während viele AAA-Spiele in amerikanischen Metropolen angesiedelt sind und deren Kultur dominieren, atmet Atomfall britische Eigenart – so authentisch wie ein Yorkshire Pudding. […] Mit seiner einzigartigen Mischung aus Spannung, Erkundungsdrang und düsterem Charme bleibt Atomfall lange im Gedächtnis – ein Survival-Abenteuer, das man kaum aus der Hand legen will.

IGN Deutschland zeigt sich allerdings weniger begeistert und vergibt einen Score von 70. Hier lautet das Fazit: „Atomfall denkt auf vielen Ebenen kleiner als Fallout. Die gnadenlose Mission zwischen Detektivkrimi und Überlebenskampf bildet das Highlight des Spiels, dem allerdings schnell der Kern durchschmilzt. Denn nach einer Welle der Euphorie bleibt Atomfall als seelenloses Spiel zurück, das viel andeutet, aber kaum etwas – außer Wiederholungen – enthält.“ Insgesamt erhält Atomfall für die PS5 die Bestwertung mit 76 Punkten, während es auf der Xbox sowie dem PC mit 71 und 74 Punkten etwas hinterherhinkt.

Kritik gibt es auch von Eurogamer, die Bugs in der Spielerführung bemängeln. So sollen die Bugs den Zugang zu einigen Bereichen erschweren. Abgesehen davon wird der offene Ansatz insgesamt gut aufgenommen, auch wenn das Endgame nicht bei allen Spielerinnen & Spielern gleichermaßen überzeugen kann.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Action in Atomfall nicht gerade spektakulär ist. Viele bemängeln, dass sich die Kämpfe oft mühsam anfühlen, da die Waffen weniger effektiv sind und die Steuerung etwas holprig wirkt. Statt auf hektische Action setzt das Spiel auf eine subtilere Herangehensweise, bei der wir uns verstärkt auf Schleichmechaniken und vorsichtiges Vorgehen konzentrieren müssen.

Der Fertigkeitenbaum ist zwar übersichtlich, doch der Fortschritt ist eher langsam – Upgrades und Entwicklungspunkte sind rar gesät und oft gut versteckt. Unser Held bleibt somit weit entfernt von einem Superhelden. Ein kleines Highlight ist jedoch das Setting: Das postapokalyptische Großbritannien bietet eine erfrischende Abwechslung zu den typischen US-Settings und gibt dem Spiel einen besonderen Charme.

Offizieller Release-Termin für das Spiel ist der 27. März. Das Game erscheint für den PC, PS5 und Xbox Series. Wer möchte kann das Spiel bereits für 49,99 Euro vorbestellen. Mit der Deluxe-Version für knapp 70 Euro können wir auch schon jetzt einen Blick auf das Game werfen.

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