Epic Games entlässt mehr als 1.000 Mitarbeitende. Was hinter diesem drastischen Schritt steckt und wie viel Geld das Unternehmen künftig einsparen will, erfährst du hier.

Der Gründer und CEO von Epic Games, Tim Sweeney, erklärte in einem Statement, dass das Unternehmen aktuell mehr Verluste als Einnahmen verzeichnet. Ein wesentlicher Grund dafür ist der deutliche Rückgang der Fortnite-Einnahmen. Als Konsequenz zieht Epic nun harte Maßnahmen: Zahlreiche Mitarbeitende werden entlassen, um Kosten zu senken. Zusätzlich will das Unternehmen auch im Marketing sowie bei externen Verträgen deutlich sparen.
Fortnite schwächelt – und das hat Folgen
Lange Zeit war Fortnite die sichere Bank für Epic Games. Das kostenlose Battle-Royale-Spiel brachte Milliarden ein und dominierte die Gaming-Welt. Doch inzwischen zeigen sich deutliche Risse im Erfolgsmodell.
Zwar ist Fortnite nach wie vor beliebt, doch die Einnahmen sinken spürbar. Gleichzeitig steigen die Betriebskosten weiter an. Epic reagierte bereits mit höheren Preisen für Ingame-Währung, doch offenbar ohne den gewünschten Effekt.
Auch die Nutzungszahlen gehen zurück: PlayStation-Spieler verbringen im Schnitt nur noch 16 statt 21 Stunden monatlich im Spiel, bei Xbox sind es 15 statt zuvor 19 Stunden. Laut CEO Tim Sweeney spielen dabei mehrere Faktoren eine Rolle, darunter schwächere Konsolenverkäufe und starke Konkurrenz durch andere Games.
Sparmaßnahmen in Millionenhöhe
Um gegenzusteuern, setzt Epic Games jetzt den Rotstift an. Ziel ist es, jährlich rund 500 Millionen US-Dollar einzusparen. Neben den Entlassungen sollen auch Marketingbudgets gekürzt und externe Verträge reduziert werden.
Gleichzeitig will sich das Unternehmen strategisch neu ausrichten. Der Epic Games Store soll weiter wachsen, um ernsthaft mit Plattformen wie Steam konkurrieren zu können. Auch die Unreal Engine, Epics Echtzeit-3D-Erstellungssoftware, rückt künftig stärker in den Fokus.
Wiederholte Entlassungswelle
Bereits im September 2023 hatte Epic Games wegen steigender Kosten und sinkender Gewinne rund 16 Prozent der Belegschaft entlassen. Das entsprach etwa 830 Mitarbeitenden. Jetzt folgt der nächste, noch größere Einschnitt. Weitere 20 Prozent der Angestellten verlieren ihren Job, also rund 1.000 Personen. Damit ist die Gesamtzahl der Beschäftigten laut Variety inzwischen auf etwas über 4.000 geschrumpft, ein deutlicher Rückgang in vergleichsweise kurzer Zeit.
Für die Betroffenen gibt es immerhin finanzielle Unterstützung: Je nach Betriebszugehörigkeit wird das Gehalt noch mindestens vier Monate weitergezahlt, zudem übernimmt Epic in den USA für ein halbes Jahr die Krankenversicherung.
Wie es weitergeht, will CEO Tim Sweeney in einer internen Versammlung erläutern. Klar ist schon jetzt: Epic Games steht vor einem entscheidenden Umbruch.
Quelle: heise/Golem/Epic Games

