Eigentlich schien der Fahrplan klar: Die PS5 erschien Ende 2020, also wäre ein Nachfolger im typischen Konsolenrhythmus bis Ende 2027 dran gewesen. Doch dieses Zeitfenster scheint inzwischen zu wackeln. Branchenberichte sprechen davon, dass sich der Release der PS6 nach hinten verschieben könnte.


Bild: Canva

Der Grund dafür ist wenig überraschend: der KI-Boom. Künstliche Intelligenz frisst derzeit enorme Mengen an High-End-Speicherchips, die auch für Konsolen benötigt werden. Vor allem schneller RAM ist heiß begehrt und entsprechend teuer oder schwer verfügbar. Wenn die Bauteilepreise steigen, wird die Kalkulation für eine neue Konsole schnell kompliziert. Sony müsste entweder höhere Produktionskosten schlucken oder den Preis für die PS6 deutlich anheben. Beides keine besonders attraktive Option.

Gleichzeitig hat Sony ein Luxusproblem: Die PS5 verkauft sich weiterhin solide, exklusive Spiele erscheinen regelmäßig, und wirtschaftlich läuft die Generation stabil. Es gibt also keinen akuten Druck, möglichst schnell eine neue Konsole auf den Markt zu werfen. Warum also hetzen, wenn man stattdessen auf bessere Marktbedingungen warten kann?



Offiziell hat Sony natürlich noch keinen Termin genannt. Aber die Diskussion hat sich spürbar verschoben. Während 2027 lange als logischer Zeitpunkt galt, ist in Medienberichten mittlerweile von 2028 oder gar 2029 die Rede. So auch in einem neuen Bericht von Bloomberg, der sich auf Informationen mehrerer Branchen-Insider bezieht.

Möglich also, dass wir noch einige Jahre auf eine neue Konsolengeneration warten müssen. Und es zeigt mal wieder, dass selbst Marktführer nicht immun gegen globale Chipmärkte, KI-Hype und wirtschaftliche Realitäten sind. Ein weiteres Beispiel ist Nintendo. Der Konzern soll die Preise für die Nintendo Switch 2 anheben wollen. In welchem Maße, ist allerdings noch nicht bekannt.

Quelle: Bloomberg

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