Tune: Diese Chrome-Erweiterung soll Troll-Beiträge ausblenden

Die Kommentar-Sektionen im Internet können schon anstrengend sein. Nicht selten werden wenige, wirklich hilfreiche Kommentare, von diversen Troll-Beiträgen überschattet – Beiträge, die meistens nur dazu gedacht sind zu provozieren. Eine Chrome-Erweiterung soll genau diese Troll-Antworten ausblenden können.


Foto: Burst (Pexels)

Manchmal gibt es wirklich lesenswerte Beiträge in den Kommentar-Sektionen. Man muss sie nur finden können. Denn besonders auf großen Plattformen wie Facebook, Twitter oder auch YouTube, trifft man vermehrt auf Troll-Beiträge, die entweder verletzend oder einfach komplett am Thema vorbei geschrieben wurden. Und bevor man sich durch hunderte Kommentare kämpft, von denen ein Großteil vermutlich keinen Mehrwert bieten, lässt man es einfach ganz bleiben. Mit Tune sollen die Kommentar-Sektionen wieder etwas attraktiver werden. Denn die Browser-Erweiterung für Chrome soll „dumme“ Beiträge automatisch ausblenden. Der Nutzer soll selbst entscheiden können, wie stark gefiltert wird.

Noch in der Testphase

Das Konzept ist simpel: Die Nutzer können mithilfe eines Dreh-Reglers einstellen, in welchem Ausmaß mögliche Troll-Beiträge herausgefiltert werden sollen. Zwischen einem Zen-Mode, in dem alle Beiträge ausgeblendet werden, bis hin zur Abschaltung des Filters kann man aus verschiedenen Abstufungen auswählen. Anschließend blendet das Tool die unerwünschten Kommentare auf großen Plattformen einfach aus. Dazu zählen YouTube, Facebook, Twitter, Reddit und Disqus.

Noch ist die Erweiterung in ihrer Funktionsweise beschränkt. Zum einen ist das Feature derzeit ausschließlich für englische Kommentare verfügbar. Zum anderen lassen sich Fehler (noch) nicht vermeiden. Laut Entwickler sollen manchmal Kommentare ausgeblendet werden, die eigentlich ihre Daseinsberechtigung haben. Gleichzeitig werden auch nicht immer alle Troll-Beiträge erfolgreich erkannt und herausgefiltert. Da für das Konzept maschinelles Lernen verwendet wird, sollte Tune mit zunehmender Übung immer akkurater arbeiten können. Einen vollständigen, fehlerfreien Troll-Schutz wird man aber wohl nie bekommen. Denn oftmals ist man sich ja selbst nicht mal sicher, ob es sich um einen ernst gemeinten Kommentar, oder doch nur um einen Troll handelt. Da wird auch keine Software eine hundertprozentige Einordnung vornehmen können. Zukünftig könnten es „Skanhunt42“ & Co. aber zumindest etwas schwerer haben, sich Gehör zu verschaffen. 

Via: heise

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