Dass Videospiele teurer werden, war bereits abzusehen, doch jetzt macht auch Nintendo ernst. Mit der Preisgestaltung für die gestern vorgestellte Switch 2 sorgt das Unternehmen für Diskussionen.


Quelle: Nintendo

So kostet Mario Kart World zum Release digital 80 Euro, während die physische Version sogar 90 Euro verlangt. Auch andere Titel wie Donkey Kong Bananza folgen diesem Trend und werden für 70 Euro (digital) bzw. 80 Euro (physisch) angeboten.

Das sorgt natürlich für Aufsehen in der Community. Bisher galt 70 Euro als Schmerzgrenze, die Nintendo mit The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom zuletzt ausgereizt hatte. Viele hatten erwartet, dass Grand Theft Auto 6 als erstes Spiel den Preissprung auf 80 Euro markiert – doch Nintendo prescht nun vor. Mittlerweile rechnen einige Insider sogar damit, dass GTA 6 die 100 Euro Marke knacken könnte.

Nintendo als Vorreiter für steigende Preise?

Nachdem Nintendo nun den Preishammer für kommende Switch 2-Spiele hat fallen lassen, scheint diese Vermutung nicht ganz unrealistisch. Der Aufwärtstrend in der Gaming-Welt ist nun jedenfalls nicht mehr zu übersehen. Mit Nintendo als Vorreiter könnte sich die Preisgrenze für AAA-Titel dauerhaft nach oben verschieben. Ob andere Publisher nachziehen, bleibt abzuwarten – doch angesichts steigender Entwicklungskosten und einer wachsenden Akzeptanz für höhere Preise dürfte es nur eine Frage der Zeit sein.

Dabei werden steigende Entwicklungskosten und Inflation immer wieder als Begründung angeführt, dennoch blieben Spielepreise über Jahrzehnte hinweg vergleichsweise stabil. Die Switch 2 selbst wird für 470 Euro angeboten, das Bundle mit Mario Kart World für knapp 510 Euro. Auch Zubehör wird teurer: Die neuen Joy-Con 2 sowie der Pro Controller kosten jeweils 90 Euro, das Dock-Set schlägt mit 110 Euro zu Buche.

Laut Marktexperten hat die Preisgestaltung nichts mit Zöllen zu tun – Nintendo produziert seine Spiele in Japan, und digitale Güter sind ohnehin zollfrei. Dennoch markiert diese Erhöhung den größten Preissprung in der Firmengeschichte. Ob sich auch Drittentwickler an dieser Strategie orientieren, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

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