Influencer-Gesetz: Norwegen verlangt Kennzeichnung von retuschierten Fotos

Die Stars und Sternchen der heutigen Zeit sind nicht im Fernsehen, sondern auf Instagram, TikTok & Co. unterwegs. Dort können sie sich und ihr Leben mit wenigen Klicks der Öffentlichkeit präsentieren. Doch mit großer Reichweite folgt auch große Verantwortung. Und dem scheinen sich einige Influencer nicht bewusst zu sein. Deshalb soll ein neues Gesetz in Norwegen für mehr Transparenz sorgen.


Photo by Laura Chouette on Unsplash

Die norwegische Regierung hat es sich zur Aufgabe gemacht, falsche Schönheitsideale zu bekämpfen. Dafür wurde nun ein neues Gesetz verabschiedet, welches auf Influencer auf sozialen Medien wie Instagram abzielt. Nutzer sollen zukünftig angezeigt bekommen, falls Influencer ihre Fotos retuschiert haben, nur um sich selbst besser darzustellen.

Zum Schönheitsideal faken

Wie Vice berichtet, müssen Social-Media-Postings in Norwegen zukünftig gekennzeichnet werden, sobald Form, Größe oder Haut der Personen auf dem Foto bearbeitet wurden. Beispielsweise bei vergrößerten Lippen, geschmälerten Taillen oder vergrößerten Muskeln. Influencer, die dagegen verstoßen, müssen mit einer Strafe rechnen. Eine Bearbeitung von Farbe und Licht soll von dem Gesetz hingegen nicht betroffen sein.

Das Gesetz nimmt nicht nur Influencer, sondern auch werbetreibende Unternehmen in die Verantwortung. Ein entsprechendes Logo zur Kennzeichnung soll noch vom Familienministerium entworfen werden.

Die Regelungen sollen dabei helfen, den Druck auf die Gesellschaft zu verringern. Insbesondere junge Menschen lassen sich von Schönheitsidealen beeinflussen. Eine Umfrage der Kinderschutzorganisation „Redd barnas ungdom“ zeigte, dass sich 43 Prozent der Befragten aufgrund von Schönheitsidealen unter Druck gesetzt fühlen.

Via: Vice

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