Seit einiger Zeit steht Apple aufgrund ihrer Handhabung in Hinsicht auf das Digital Markets Act (DMA) in scharfer Kritik. Bis spätestens zum 07. März muss Apple entsprechende Maßnahmen ergriffen haben.


Foto von James Yarema auf Unsplash

Das DMA-Gesetz legt klare Regeln für Unternehmen fest, wie sie ihre Plattformen betreiben sollen, um einen faireren digitalen Markt zu schaffen. Das bedeutet, dass Apple notwendigerweise Änderungen am App-Store vornehmen muss, um den Vorgaben dieses Gesetzes zu entsprechen. Zukünftig soll es möglich sein, Apps über alternative App Stores herunterzuladen und die Methode des Sideloading zu nutzen. Allerdings wehrt sich Apple derzeit gegen diese Vereinbarungen und entwickelt eigene Pläne, um den Anforderungen der EU an seinen App-Store nachzukommen.

Spotify kritisiert Apple

Am Donnerstag stellte Apple die Änderungen vor, die sie im Rahmen des DMA-Gesetzes entwickelt haben. So senken sie beispielweise die Gebühren, die Apple von Entwicklern für den Verkauf digitaler Artikel und Abonnements über den App-Store erhebt. Diese Gebühren wurden angepasst: von ursprünglich 30 Prozent auf nun 17 Prozent und von 15 Prozent auf 10 Prozent für Abonnements ab dem zweiten Jahr. Apple hebt hervor, dass diese Gebühren unabhängig davon gelten, welchen Zahlungsdienst ein App-Entwickler verwendet. Wenn jedoch eine App Apples Bezahlsystem nutzt, kommen zusätzlich drei Prozent hinzu. Diese neue “Kern-Technologie-Gebühr” betrifft Apps, die oft installiert werden.

Die Gebühr wird fällig, sobald eine App innerhalb von zwölf Monaten eine Million Erstinstallationen erreicht. Nach Erreichen der Millionen-Marke werden für jede weitere Erstinstallation der App bis zum Ablauf der zwölf Monate 50 Euro-Cent berechnet. Bei Beginn des nächsten zwölfmonatigen Zeitraums muss die Gebühr erneut entrichtet werden. Diese “Kern-Technologie-Gebühr” gilt auch, wenn eine App ohne weitere Zahlungen an Apple über die Plattform eines anderen Anbieters heruntergeladen wird

Der schwedische Musikstreaming-Dienst Spotify kritisiert diese Maßnahmen besonders: Sie bezeichnen die Gebühr als Erpressung. Man müsse diese Gebühr selbst dann zahlen, wenn man die App nicht benutzt und beispielsweise vergessen habe, sie zu löschen. Spotify betont, dass Apple den Entwicklern unter diesen Konditionen eigentlich keine Wahl lasse und sie gewissermaßen dazu gezwungen seien, Apples eigenen App-Store weiterhin zu nutzen. So bietet Apple anderen Entwicklern nur vermeintlich eine Alternative an, ihre Apps außerhalb ihres App Stores zu vertreiben. Die Bedingungen sind aus Spotifys Sicht jedoch nicht zufriedenstellend.

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