Kostenlose Spiele gehören seit Jahren zum festen Profil des Epic Games Store und bleiben auch 2026 ein zentrales Element. Gleichzeitig setzt Epic zunehmend auf mehr als nur Gratisaktionen und treibt den Umbau seiner Plattform voran.


Quelle: Epic Games

Die Tendenz ist positiv: was einst als ambitionierter Herausforderer von Steam startete, hat sich über die Jahre zu einer festen Größe im PC-Gaming entwickelt. Besonders deutlich wird das im Geschäft mit Drittanbieter-Spielen. Hier erreichte der Epic Games Store 2025 einen neuen Höchststand: Rund 400 Millionen US-Dollar Umsatz konnten damit verzeichnet werden, was ein Zuwachs von 57 Prozent im Vergleich zum Vorjahr war.

Auch die Nutzerzahlen des Epic Games Store bleiben beeindruckend: Zeitweise waren auf dem PC bis zu 78 Millionen Nutzer monatlich aktiv. Allein 2025 verbrachten Spieler rund 2,78 Milliarden Stunden in Third-Party-Games – ein Plus von vier Prozent. Diese Entwicklung unterstreicht, dass der Store längst mehr ist als nur eine Sammelstelle für Gratisaktionen.

Kostenlose Spiele als Reichweitenmotor

Das Herzstück der Reichweiten- und Nutzerstrategie bildet weiterhin das Free-Games-Programm. Auch 2025 verschenkte der US-Spielekonzern 100 teils hochkarätige Spiele und sorgte damit regelmäßig für volle Server und neue Nutzerkonten. Bei 77 Prozent dieser Titel markierte die Gratisphase den bisherigen Höchststand gleichzeitig aktiver Spieler.

Bemerkenswert ist der Effekt über den Epic Games Store hinaus: Während der kostenlosen Angebotsphase stiegen die Spielerzahlen der Titel im Durchschnitt sogar auf Steam spürbar an. Das Gratisangebot wirkt damit weniger wie ein reiner Lockvogel, sondern vielmehr wie ein globaler Verstärker für Aufmerksamkeit, Reichweite und Community-Wachstum.

Fortnite als Bindeglied

Epic arbeitet derzeit nicht nur am Angebot, sondern auch an den technischen Grundlagen seines Stores. Der PC-Launcher wird intern neu aufgestellt, um alltägliche Schwächen der bisherigen Lösung zu beseitigen. Kürzere Ladezeiten, ein geringerer Ressourcenbedarf und eine insgesamt reaktionsschnellere Oberfläche stehen dabei im Fokus. Mit der neuen Architektur will Epic die Basis für die kommenden Jahre schaffen. Diese technische Neuausrichtung ist eng mit Epics größtem Erfolgsfaktor verknüpft.

Das Spiel Fortnite fungiert längst nicht mehr nur als Zugpferd, sondern entwickelt sich zunehmend zum Bindeglied innerhalb des Epic-Ökosystems. Über gezielte Aktionen erhalten Käufer ausgewählter Titel exklusive Inhalte für Fortnite. Erste Tests deuten darauf hin, dass dieser Ansatz nicht nur Aufmerksamkeit erzeugt, sondern auch messbare Umsatzimpulse liefert.

Neue Social-Funktionen und mobile Ausrichtung

Parallel dazu erweitert Epic die sozialen Funktionen des Stores. Plattformübergreifende Kommunikationsmöglichkeiten sollen Spieler enger miteinander vernetzen und die Community stärker mit einbeziehen. Text-Chats sind bereits Teil dieser Entwicklung, weitere Funktionen sollen folgen.

Gleichzeitig richtet Epic den Blick verstärkt auf mobile Endgeräte. Der Epic Games Store wird schrittweise auf neue iOS-Märkte ausgeweitet. Ergänzend dazu sollen neue Self-Publishing-Werkzeuge Entwicklern den Einstieg erleichtern und dafür sorgen, dass das Spieleangebot schneller wächst und weniger stark von großen Publishern abhängt.

Fazit

Epic will sich nicht länger nur über kostenlose Spiele definieren, sondern den Epic Games Store als vollwertige Plattform mit moderner Technik und aktiver Community positionieren. Die Entwicklungen im Jahr 2025 zeigen, dass diese Neuausrichtung zunehmend greift – der Store Schritt für Schritt über sein ursprüngliches Aushängeschild hinauswächst.

Quelle: Golem / Caschys Blog

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