ZTE steht vor dem Aus: Donald Trump verspricht Hilfe

Der Handelsstreit zwischen den USA und China spitzt sich immer weiter zu. ZTE, der Telekommunikationsausrüster aus China, scheint nun der erste große Leidtragende zu sein. Doch ausgerechnet Donald Trump möchte dem Konzern unter die Arme greifen, um ZTE  vor dem Aus zu bewahren. Dafür hagelt es Kritik aus den eignen Reihen.


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US-Sanktionen

Der eigentliche Auslöser des Konflikts waren amerikanische Handelssanktionen gegen Iran und Nordkorea. Seit geraumer Zeit möchte die USA verhindern, dass ihre Technologien den Weg in die Islamische Republik finden. Das chinesische Unternehmen ZTE sah in Iran jedoch einen lukrativen Markt, weshalb man sich dazu entschied, die Produkte dort auch weiterhin zu vertreiben. Und das, obwohl viele der verbauten Komponenten direkt aus den USA kommen. 2017 kam die Geschichte ans Tageslicht, ZTE musste unter anderem Strafzahlungen in Höhe von 890 Millionen Dollar zahlen, einige weitere Auflagen erfüllen und die Sache war vom Tisch. Zumindest bis April diesen Jahres. Wie das US-Handelsministerium dann verkünden lies, wurden die Auflagen seitens ZTE nämlich nicht eingehalten. Es folgten weitere US-Sanktionen, diesmal konkret gegen das chinesische Unternehmen.

Wirtschaftliche Folgen für ZTE

7 Jahre lang dürfen US-Amerikanische Unternehmen weder Waren noch Technologien an ZTE liefern. Ein herber Schlag für den Konzern. Denn wie Reuters berichtet, stammen ein Viertel aller verbauten Smartphone-Komponenten aus den USA, unter anderem die Hochleistungschips von Qualcomm, oder aber auch ein Großteil der gängigen Google-Apps. Knapp einen Monat nach Verkündigung der Sanktionen gibt ZTE nun ein klares Zeichen. Der Konzern steht vor dem Untergang. Nach eigenen Angaben habe man bereits einen großen Teil der „operativen Tätigkeiten“ eingestellt. Selbst der offizielle Online-Shop ist nicht weiter erreichbar.

Gespräche mit der US-Regierung

Noch ist das Ende des chinesischen Konzerns nicht besiegelt. Wie man verlauten lies, befindet man sich bereits in ersten Gesprächen mit der US-Regierung, die eine schnelle Prüfung der Einzelheiten ankündigte. Vorne weg marschiert einmal mehr Donald Trump, der sich wie gewohnt über Twitter zu Wort meldete. Zu viele Arbeitsplätze würden an dem wirtschaftlichen Erfolg von ZTE hängen, weshalb er seine Hilfe anbieten möchte.

Auch der in Deutschland sehr erfolgreiche Smartphone-Hersteller Huawei steht vermehrt im Fadenkreuz des US-Handelsministeriums. Es bleibt also erstmal abzuwarten, welche Auswirkungen der Handelsstreit zwischen der USA und China noch haben wird.

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