Tageslicht Beamer: Public Viewing im eigenen Garten

Tageslicht Beamer: Bald steht die Fußball Weltmeisterschaft vor der Tür. Freunde einladen, den Grill anschmeißen und die Spiele per  Beamer auf die Leinwand projizieren – fertig ist das perfekte „Public Viewing“. Klingt nach einem super einfachen Plan, scheitert aber ganz schnell bei der Anschaffung eines falschen Beamers. Denn nur die wenigsten bringen wirklich genügend Leistung mit, um auch bei Tageslicht ein ordentliches Bild zu liefern. Die meisten Modelle sind auf das private Heimkinoerlebnis im dunklen Raum ausgelegt. Hier erfahrt ihr, auf welche Punkte ihr beim Kauf besonders achten solltet.


Tageslicht Beamer
BenQ TK800

Zwar finden die meisten Spiele erst gegen Abend statt, wirklich dunkel ist es beim Anstoß aber nicht. Wer sich dann nicht immer nach drinnen verziehen möchte, sondern lieber das gute Wetter noch ein wenig genießt, braucht einen ordentlichen Tageslicht Beamer. Je heller das Umgebungslicht, desto „milchiger“ wirkt das projizierte Bild. Als Besitzer eines vergleichsweise unterdurchschnittlichen Beamers kenne ich die Problematik nur all zu gut. Bundesliga um 15:30 wird zum absoluten Albtraum, außer man kann das Zimmer ausreichend abdunkeln. Daran, den Beamer mal mit nach draußen zu nehmen, ist gar nicht erst zu denken. Auch wenn man die einzelnen Spieler noch irgendwie erkennen kann – den Ball zu verfolgen ist beinahe unmöglich.

Helligkeit mit Helligkeit bekämpfen

Die Lösung des Problems ist dabei eigentlich relativ simpel. Denn je mehr Licht der Beamer hergibt, desto weniger macht ihm das Tageslicht aus. Sollte eigentlich jeder kennen, der schonmal mit seinem Smartphone vor die Tür gegangen ist. Aber was ist denn „viel Licht“?

Gemessen wird das Ganze in ANSI-Lumen. Je höher der Wert, desto mehr Licht kann der Beamer auf die Leinwand projizieren. Dieser Wert erstreckt sich bei Beamern von 100 Lumen bis zu 12.000 Lumen. Hier hilft eine der einfachsten Faustregeln: Mehr hilft mehr! Aber Achtung, zu viel Power kann dazu führen, dass das Bild in dunklen Räumen unangenehm blendet.

Die richtige Projektionsgröße

Je größer das Bild ist, desto mehr Licht wird auch benötigt, um ein akzeptables Ergebnis zu erzielen. Sprich, um eine 4 Meter große Leinwand zu belichten braucht es deutlich mehr Lumen, als für eine 2 Meter große Leinwand. Auch hier gibt es eine kleine Faustregel um die Auswahl zu erleichtern:

  • 100 bis 250 Lumen/m² für gut abgedunkelte Räume
  • 250 bis 500 Lumen/m² für leicht abgedunkelte Räume
  • ab 500 Lumen/m² für Tageslicht

Will man also ein 4 Quadratmeter großes Bild bei Tageslicht erzeugen, sollte man mindestens einen Beamer mit 2000 Lumen nutzen, um ein halbwegs akzeptables Bild zu erhalten. Aber bedenkt: Um ein klares und gestochen scharfes Bild zu bekommen, wie man es vielleicht von seinem Fernseher gewohnt ist, muss man wirklich tief in die Tasche greifen. Denn solche Beamer sind normalerweise nicht unbedingt für den privaten Gebrauch gedacht. Im Normalfall kann man in heller Umgebung nicht mit strahlenden Farben und optimalem Kontrastverhältnis rechnen.

Die Umgebung

Ein guter Tageslicht Beamer ist definitiv die halbe Miete. Eine geeignete Umgebung kann aber auch ungemein helfen. Es gibt beispielsweise spezielle Leinwände, die für eine Nutzung in heller Umgebung ausgelegt sind. Diese kosten zwar ebenfalls etwas mehr als gewöhnliche Leinwände, tragen aber ebenfalls viel für das Bild bei. Außerdem sollte man sein Setup nie direkter Sonneneinstrahlung aussetzen. Ein Pavillon, Sonnenschirm oder ein anderer Sonnenschutz ist eigentlich unverzichtbar. Der Begriff „Tageslicht Beamer“ bedeutet nämlich nicht, dass man ihn einfach in die pralle Sonne stellen und ein gutes Bild erwarten darf. Zumindest wenn man sich in einem preislich bezahlbaren Rahmen bewegt.

Was kostet ein Tageslicht Beamer?

Die Preise variieren natürlich sehr stark, je nach Helligkeit, Auflösung und sonstigen Features. Alles unter 3000 Lumen ist meiner Meinung nach eher nicht zu gebrauchen. Für Fußball-Übertragungen brauch man zudem keine 4K-Auflösung. Wer den Beamer aber auch gerne fürs private Heimkino-Erlebnis nutzen möchte, sollte aber zumindest auf eine Full-HD (1920 x 1080 Pixel) fähige Variante setzen. Im ALTERNATE Shop werden die ersten passenden Modelle bereits für weniger als 600 Euro angeboten. Nach oben hin gibt es bekanntlich kaum Grenzen. Aber denkt dran, wer an der falschen Stelle spart, endet wie ich und muss sich auch bei bestem Wetter in seinem dunklen Kämmerchen einschließen.


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