Smartphones: Manuelles Beenden von Apps spart keinen Akku

Die meisten werden es wahrscheinlich kennen. Sobald eine App nicht mehr genutzt wird, wechselt man sofort in den Übersichts-Modus um die Anwendung komplett zu beenden, damit sie nicht im Hintergrund weiter läuft und unnötigerweise Akku frisst. Leider komplett nutzlos und eher kontraproduktiv, sagen nun die Hersteller.


HTC U12+

Wer in Zukunft etwas Akku sparen möchte, sollte wohl besser darauf verzichten, nicht mehr genutzte Anwendungen manuell zu beenden. Denn auch wenn es im ersten Moment ganz logisch klingt, bringt einem das Beenden keinen Vorteil, eher das Gegenteilige ist der Fall. TheVerge veröffentlichte zu diesem Thema ein kurzes, aber interessantes Video.

Lasst das System seinen Job machen

Wie daraus hervorgeht, hat Apples Senior Vice President of Software, Craig Federichi, bereits 2016 den Nutzern davon abgeraten, die Apps manuell zu beenden. Nutzer sollten das System seinen Job machen lassen, denn darauf wäre es schließlich ausgelegt. Laufende Apps werden extra vom System verwaltet, damit man es selbst nicht tun muss. Ein manuelles Eingreifen wäre dementsprechend unnötig und würde nur zusätzliche Ressourcen benötigen.

Die Apps im Überblickbildschirm laufen nicht einfach normal im Hintergrund weiter. Vielmehr zeigt nur ein einfacher Screenshot, an welcher Stelle man die Anwendung gerade verlassen hat. Sobald man wieder auf die App zugreifen möchte, wird diese quasi „aufgeweckt“ und fängt somit erst wieder an richtig zu arbeiten. Auf diese Weise lassen sich Apps deutlich schneller wieder öffnen, wodurch wiederum wertvoller Akku eingespart wird.

Auf das manuelle Beenden von Apps kann man in Zukunft also getrost verzichten. Zumindest vor dem Hintergedanken, dass man damit Akku sparen möchte. Arbeitsspeicher, oder sonstige Hintergrundaktivitäten, wie das versenden von Daten, sind wiederum ein anderes Thema.

Ähnliche Beiträge

Hinterlasse einen Kommentar

avatar