Sind wir bereit für autonomes Fahren?

Der Traum von selbstfahrenden Autos begleitet die Menschheit schon seit geraumer Zeit. Endlich zurück lehnen, die Beine hochlegen und ganz entspannt von A nach B kutschiert werden. So zumindest stellt man sich das optimale Auto der Zukunft vor. Dass wir davon aber noch weit entfernt sind, beweisen uns regelmäßig fehlschlagende Testfahrten. Eine aktuelle Studie der Hochschule Kempten wirft nun die Frage auf, ob wir für diese Technologie überhaupt bereit sind…


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Quelle: Volvo

Autonomes Fahren: Aktueller Stand der Technik

Einparkassistenten, Licht- und Regensensoren, Müdigkeitserkennungen und viele weitere technische Hilfsmittel, die uns das Fahren erleichtern sollen, sind mittlerweile keine Seltenheit mehr. Die meisten Neuwagen sind, zumindest teilweise, mit diesem Luxus ausgestattet. Manch einer wird wohl auch nie wieder darauf verzichten wollen. Doch komplett autonome, selbstfahrende Autos sind dann doch noch eine größere Nummer. Zumindest befinden wir uns auf dem richtigem Weg. Die neue S-Klasse von Mercedes Benz beispielsweise, wird beim betätigen des Blinkers automatisch die Spur wechseln können. Darüber hinaus gibt es in den USA bereits weit fortgeschrittene Tests rund um autonomes Fahren. Testfahrzeuge von Waymo und Uber sind keine Seltenheit mehr auf den Straßen Kaliforniens. Chuck Robbins, der CEO von Cisco Systems, dem weltweiten Marktführer im Bereich IT und Netzwerke, zeigt sich in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung trotzdem vorerst etwas zurückhaltend: „Wenn Sie sich eine Welt vorstellen, wo diese Fahrzeuge überall hinfahren und kommunizieren, dann haben wir noch einen weiten Weg vor uns“.

Testfahrten verlaufen nicht optimal

Autonomes Fahren birgt allerdings auch einige Risiken. Was eine unausgereifte Technologie für Konsequenzen mit sich bringen kann, zeigen uns Unfälle der nahen Vergangenheit. 2016 verunglückte der Fahrer eines Teslas tödlich, als er mit dem Autopiloten unterwegs war. Auf einem Highway im US-Bundesstaat Florida hatte weder das Fahrzeug, noch der Fahrer einen LKW rechtzeitig wahrnehmen können. Aus dem Abschlussbericht erfolgte schließlich, dass die Sensoren den LKW für ein Autobahnschild hielten.

Das erste offizielle Roborace im Jahr 2017, bei dem zwei autonome Autos gegeneinander antreten mussten, wurde letztlich nicht durch schnellere Rundenzeiten, sondern durch einen Unfall entschieden. In einem Tweet sprachen die Verantwortlichen später von den „Grenzen der KI“.

Diese Woche ereignete sich ein weiterer tödlicher Unfall in den USA. Ein autonomes Auto des Fahrdienstvermittlers Uber erfasste eine Fußgängerin, welche später im Krankenhaus den Verletzungen erlag. Sie überquerte die Straße anscheinend abseits des gekennzeichneten Fußgängerüberwegs. Nähere Ermittlungen stehen noch aus.



Aktuelle Studie wirft weitere Fragen auf

Die Hochschule Kempten befasst sich ebenfalls mit dem Thema Autonomes Fahren. Eine neue Studie ergab dabei, dass Fahrtassistenten zu purem Stress führen können. Insgesamt 50 Teilnehmer mussten in einer Simulation sowohl Bundesstraßen, als auch Autobahnen befahren. Mit Hilfe einer Atem-und Pulsmessung konnten die Forscher währenddessen das Stresslevel der Probanden bestimmen. Das Ergebnis: Das Stresslevel stieg bei allen 50 Teilnehmern an, sobald der Spurhalteassistent eingeschaltet wurde. Diese Beobachtungen lassen sich einerseits dadurch erklären, dass eine Kontrollabgabe generell für Unbehagen sorgt. Andererseits spielen die Zweifel an der technologischen Funktionalität des Fahrtassistenten ebenfalls eine wichtige Rolle.


Was meint ihr? Sind wir noch gar nicht bereit für selbstfahrende Autos? Oder ist das alles wieder mal nur eine Sache der Gewohnheit? Lasst eure Meinungen gerne in den Kommentaren dar.

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