Apple: iOS 12 startet im Herbst

Apple nutzte die große Bühne der Worldwide Developers Conference (WWDC) für ein paar spannende Ankündigungen. Im Mittelpunkt des Vortrags stand mit iOS 12 eine neue Version des Betriebssystems. Wir haben euch die wichtigsten Änderungen mal kurz zusammengefasst.


Fokus auf Effizienz

Natürlich wird es auch einige neue Funktionen geben, doch der Fokus lag diesmal auf Stabilität und Leistung. Das Betriebssystem soll laut Apple auf allen Smartphones laufen, die auch von iOS 11 unterstützt wurden. Besonders die Effizienz lässt sich durch diese Aktualisierung um ein Vielfaches steigern. Dadurch wird das neue Betriebssystem selbst auf einem iPhone 6 um etwa 40 Prozent schneller laufen als sein Vorgänger. Das kommt besonders den älteren Modellen zu Gute, die von den verkürzten Startzeiten der Apps profitieren.

Ein weiterer wichtiger Punkt sei die Optimierung von Augmented-Reality-Funktionen. Denn spätestens seit Pokémon Go ist AR definitiv mehr als nur ein kleines Nischenprojekt. Zur Unterstützung von Entwicklern und Anwendern hat Apple nun ein Dateiformat Namens „USDZ“ entwickelt, wodurch sich AR-Szenen abspeichern und teilen lassen. Apple hat in Zusammenarbeit mit Adobe eine App vorgestellt, mit der Bilder, Videos und Texte in AR-Szenen übernommen werden können. Zu guter Letzt soll die Kamera nun besser mit räumlichen Situationen umgehen können. Man soll Gegenstände, mit Hilfe der Kamera, in drei Dimensionen messen können. Ein Maßband braucht demnächst also niemand mehr.

Siri & SmartHome

Siri, beziehungsweise eine generelle Sprachsteuerung, wird noch weiter in den Alltag mit eingebunden. Kommt man beispielsweise zu spät zu einem Termin, den man im Kalender eingetragen hat, könnte Siri automatisch eine passende Mitteilung verfassen. Außerdem lassen sich gewisse Shortcuts erstellen. „Hey Siri, ich fahre nun nach Hause“ könnte theoretisch dazu führen, dass die Software im SmartHome schonmal die Heizung anmacht oder Kaffee kocht.

Für Meetings eignen sich die neuen Video-Gruppen-Chats. Bis zu 32 Personen können dran teilnehmen, wobei die Redenden immer am größten dargestellt werden. Die sogenannten Animojis werden hingegen wohl eher im privaten Gebrauch zum Einsatz kommen. Die können nun nicht nur das Gesicht des Nutzers erkennen, sondern auch die Zunge.

iOS 12 Animojis
Animojis © Apple

Digital Wellbeing

Noch nie von dem Begriff gehört? Er wird euch in Zukunft wohl noch öfters begegnen. Auch Android befasste sich zuletzt mit aktuellen Änderungen im Hinblick des Digital Wellbeings. Bei iOS 12 zeigt sich das Ganze durch eine detaillierte Screen-Time-Funktion. Eine Übersicht, in der die Nutzer genau nachverfolgen können, wie viel Zeit sie mit welcher App verbracht haben. Gleichzeitig lassen sich dadurch auch zeitliche Limits einstellen. Sehr nützlich für Kinder, aber auch für Erwachsene denen es schlicht an Selbstbeherrschung fehlt. Zusätzlich kommt eine neue „Nicht stören“ Funktion zum Einsatz. Man bekommt keine einzige Mitteilung mehr, bis man die Funktion wieder ausschaltet. Lediglich die Uhrzeit wird einem noch angezeigt.


In aller Kürze zusammengefasst:

  • iOS 12 erscheint im Herbst 2018
  • Fokus auf Leistung und Stabilität
  • Kompatibel mit allen iOS-11-fähigen Smartphones
  • Größere Unterstützung für Augmented-Reality-Funktionen
  • Siri und SmartHome lassen sich besser kombinieren
  • Digital Wellbeing verspricht mehr Kontrolle

 

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